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Der Fliegenpilz (21)

Frische Fliegenpilze sind bestens zur Herstellung eines leckeren „Zaubertranks“ geeignet: Dazu setzt man bis zu vier Exemplare in einem Einkochglas mit einer Flasche Wodka an und lagert dieses für einige Wochen an einem warmen Ort. Weitere Zutaten, die Farbe und Geschmack ergänzen, können nach Belieben hinzugefügt werden!

Das Foto aus dem Jahre 2008 entstand wenige Augenblicke nach dem Einlegen der Pilze. Die Farbe der Huthaut wird sich vollständig im Alkohol lösen und dem Getränk die typische Fliegenpilz-Samtfarbe verleihen. Als weitere Zutaten fanden u. a. Hagebutten, Kamillenblüten, Birkenzweige und Waldmeisterstängel Verwendung.

Zum Genuss des Fliegenpilzes soll an dieser Stelle jedoch keineswegs aufgerufen werden! Bereits das Trinken eines Schnapsglases kann eine psychoaktive Wirkung zeitigen. Allerdings wünsche ich erfahrenen und erwachsenen Pilzfreunden ein wundervolles Erlebnis!
In gänzlich anderem Zusammenhang (*) sagte der bekannte Illustrator und Autor Janosch in einem Gespräch mit dem polnischen Journalisten Jan Skral:

„Den Suff halte ich für erbärmlich. Den Trunk für göttlich.“

Wahrlich himmlisch kann der selbst zubereitete Fliegenpilz-Trunk sein!

(*) Im Mai 1994 führten Jan Skral und Janosch „ein weinseliges Gespräch“ „über drei Abende“. Der Journalist zeichnete die „Biografie einer Seligkeit“ auf, „so gut es ging.“
„Von dem Glück, als Herr Janosch überlebt zu haben“ erschien 1994 im MERLIN Verlag, Gifkendorf.

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